Sandra Gschwend

Inhaberin böörds AG

Phasen, in denen es ewig lange nur geradeaus geht, versuche ich zu meiden oder so kurz wie möglich zu halten

„Der Traum von der Selbständigkeit hat sich früh in meiner Kindheit entwickelt. Dank meiner Ausbildung zur Floristin sind mir Farben, schöne Designs und Formen stark vertraut. Nach meiner Weiterbildung zur Verkaufsleiterin und vielen wertvollen Erfahrungen in der Arbeitswelt ist nun die Zeit reif, meine Flügel weiter auszubreiten. Energie tanke ich beim Tanzen, beim Besuch kultureller Anlässe, in der Meditation und gerne auch in der Natur.“

Das ist der Einleitungstext der Erfolgsgeschichte von Sandra Gschwend im Buch „Wege zum Erfolg“.

Hellwach ist die Frau bei Begegnungen, ein guter Gegenpart für schnelles argumentatives Pingpong und eine, der man an- merkt, dass sie interessiert ist an allem, auf das sie sich einlässt. „Ich sehe vorwiegend Chancen in meinem Alltag und glaube, dass ich die auch optimal zu nutzen weiss“, sagt Sandra Gschwend, 36, die Co-Chefin der kleinen, aber enorm feinen Firma böörds AG im sanktgallischen Widnau. Gut geerdet ist sie, verschont geblieben bisher von gravierenden Brüchen und unterwegs mit der Leichtigkeit schaffenden Gewissheit, „dass sich stets zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Türen öffnen“.

Charisma hat die Unternehmerin und eine unverbiegbare Natürlichkeit, die ihr auch „in schwierigen Situationen das Richtige eingibt“. Zu ihren grossen Worten gehört Fairness, „ohne die bei mir gar nichts geht“. Gschwend wäre durchaus gewitzt genug, einem etwas anzudrehen, das man gar nicht will. Aber so was liegt ihr fern, „das widerspricht meinem Naturell ebenso wie meiner Philosophie“. Sie ist ausgelastet damit, im Markt die Position ihres „Tütenhüters“ zu festigen, eines Verschlusssystems für angebrochene Beutel, das in schicken Farben designt und schwuppdiwupp zu handhaben ist: Packung falzen, Tütenhüter über den Knick ziehen und schon ist der Inhalt vor Feuchtigkeit, Luft und Verschütten bewahrt. Der Artikel, der unter dem Slogan „Reiss mich auf“ Furore macht, ist ein gigantischer Renner: Am 1. Dezember 2018 kam er in den Handel, seither wurden über 400 000 Stück abgesetzt. Und auf der Kundenliste stehen gut 400 Firmen mit Adressen weit über die Schweiz hinaus. „Es ist völlig verrückt: Wir dachten, es gehe drei Jahre, bis wir in Europa Fuss fassen können. Und dann war dieser Schritt plötzlich schon in den ersten zwölf Monaten getan“.

Wege zum Erfolg

Vordenker – Vormacher – Vorbilder

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